Abschiebeflug nach Afghanistan geplant für 6. 12. 2017

Der Spiegel schreibt unter dem Titel „Bundespolizei sucht Beamte für Abschiebeflug“, dass am 6.12. ein Flug von Frankfurt nach Kabul geplant ist.

78 Afghanen sollen nach SPIEGEL-Informationen Anfang Dezember in ihr Heimatland abgeschoben werden. Die Bundespolizei hat jedoch Probleme, genügend begleitende Beamte mit entsprechendem Visum zu finden.

Eine neue Lagebeurteilung des auswärtigen Amts gibt es immer noch nicht, Thomas Ruttig fasst den aktuellen Stand zusammen. Übrigens schreibt die UNO im August, dass man in Afghanistan nicht mehr vom Aufbau eines Landes nach einem Konflikt sprechen könne, sondern dass der Konflikt im Land weiter in vollem Gange sei.

Pro Asyl fordert, aufgrund der Situation in Afghanistan den Flug abzusagen:
https://www.proasyl.de/pressemitteilung/erneute-abschiebung-nach-afghanistan-geplant/

Aktuelle Infos vom Bayerischen Flüchtlingsrat:
http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/informationen.html
Warnhinweise Stand November 2017 (PDF)

Demo in München gegen die Abschiebeflüge


Die Süddeutsche Zeitung berichtete über einen fälschlich der „Identitätsverweigerung“ verdächtigten Mann aus Schwaben, der mit dem Flug im Oktober abgeschoben werden sollte: http://www.sueddeutsche.de/politik/asyl-weiterer-abschiebeflug-1.3722517
Weniger Glück hatte ein anderer Mann, der von Deutschland widerrechtlich nach Bulgarien und von dort nach Afghanistan abgeschoben wurde. Jetzt muss Deutschland versuchen, ihn zurück zu holen. http://www.sueddeutsche.de/politik/asyl-gericht-holt-fluechtling-zurueck-1.3726184